Montag, 15. März 2010

Computer-Logbuch: Eintrag Nr. Irgendwas.

6 Montate und 8 Tage nun zwar in der nördlichen Hemisphäre aber trotzdem in der Sonne des Südens. Nach der teils heftigen Regenzeit von November bis Januar/Februar kommt der Sommer jetzt immer schneller. Ohne Ventilator kann man auch nachts kaum noch schlafen und tagsüber erreichen die Temperaturen zuhause durchschnittlich 33/34 grad. Und das obwohl man sich an Temperaturen gewöhnt und insgesamt weniger schwitzt, was ich vorher nicht gedacht hätte.
Jetzt zu den Geschehnissen:
Ende Januar hatten wir unser Zwischenseminar, was leider weniger ergiebig als erwartet ausfiel, da es nicht so sehr um uns und unsere Eindrücke, Erfahrungen, Sichtweisen ging, sondern hauptsächlich, was doch die Entwicklungszusammenarbeit für eine tolle Sache ist. Das wiederum war mir in meinem damaligen Kulturschock-Tiefpunkt-Zustand schwer begreiflich. Denn: Was soll Entwicklungsarbeit, wenn sie sich auf die falschen Bereiche und weiterentwickelte Regionen stürzt, oder gar durch Unsensibilitäten des Personals Schaden anrichtet?
Gut, Zwischenseminar war Zwischenseminar, viele nette andere Freiwillige von Negros kennengelernt und ne Menge Spaß zusammen gehabt.
Danach dann wieder in die philippinische Arbeitsgeschwindigkeit eingefunden, die schönen Seiten Samars (die Insel wo ich wohne) erforscht, tiefer und tiefer in die philippinische Kultur eingetaucht und neue Motivationen für mein Projekt entwickelt. Kleine Anmerkung zum Thema Kultur auf den Philippinen: Was viele Filipinos als ihre Kultur sehen, seh meist schlecht kopierte oder gar falsch Verstandene Mixturen von Kulturen aus spanischer und amerikanischer Vorzeit, wodurch auch das ein oder andere Paradoxon auftaucht, welches jedoch nur Außenstehenden aufzufallen scheint. Ich bin mir aber sicher, dass es erstens auch noch eigene Kultur gibt, die in den Wäldern schlummert und größtenteils von den Menschen verleugnet wird, da man ja so zivilisiert sein will, wie die Industrieländer und zweitens die ganze Mischung der ausländischen Kulturen auch wie eine eigene Kultur gesehen werden kann. Ob das nun gut ist oder nicht steht an ganz anderer Stelle.
Letztes Wochenende dann haben wir unser "Bergfest" gefeiert, im Misty Blue Boat Resort, welches erst kürzlich in Guiuan der Öffentlichkeit die Pforten geöffnet hat, mit Pool, floating bar, Palmen, guter Musik und jeder Menge Freiwilliger. Da haben wir nach allen Regeln der Kunst den Gipfel unseres weltwärts-Jahres bestiegen (um bei dem Bild zu bleiben), obwohl es noch lange nicht wieder bergab geht.
Zum Abschluss noch ein paar Fotos der letzten Zeit:

-Zwischenseminar:
leider kein geeignetes Foto gefunden, was einen gesamten Überblick verschaffen könnte, sorry

-Höhlentour: das drittgrößte Höhlensystem der Welt liegt in Calbiga, Samar


Bodhis Geburtstag, der Morgen danach;)


Einer von vielen schönen Natural Swimming-Pools, dieser persönlich: Punta Maria, Borongan, nebenan vom Borongan-"Airport"


Und das bin ich.


Special-Trip ins Elend, unser Resort fürs Bergfest:

1 Kommentar:

  1. meine guete deine fotos sind ja echt himmlisch!!=)
    da werd ich ja fast neidisch.. aber nur fast;)
    :D und dein kleines baertchen sieht auch gut aus.

    Vor dem flug hab ich ja jetzt fast angst:D ich werd gewogen, damit das flugzeug gerade in der luft liegt. Na super^^
    Wie siehtsn eig bei dir aus? wolltest du nicht evtl auch australien mal besuchen?
    Ganz liebe gruesse:)

    AntwortenLöschen