Montag, 28. September 2009

Endlich angekommen...

Liebe Leser,
da bin ich wieder aus der Hauptstadt von Eastern Samar: Borongan. Wir sind am Freitag mit dem Jeepney hier angereist und haben direkt unser Haus auf dem Campus der Eastern Samar State University bezogen (siehe Bild). Ein paar Fakten dazu: Am Freitag hatten wir kein Wasser, nur eine halbvolle Regentonne und einen Eimer mit Schoepfkelle, kein Strom am Samstag, weil allgemeiner Stromspartag war, kein Handyempfang, keine Klospuelung und auch an das Duschen mit Regenwasser (ein Eimer) und Schoepfkelle muss man sich erst einmal gewoehnen.

Ansonsten ists escht sehr nett, hab direkt mein Moskitonetz aufhehaengt, aber nur wegen ein paar Muecken. Vor Malaria oder Dengue muss man hier gar keine Angst haben. Hab auch meine Profilaxe wieder abgesetzt.

Samstag haben wir dann einen Ausflug nach Ando-Island gemacht, sind auf eigene Faust einfach mal dorthin gefahren, haben den Barangay-Captain besucht (der Chef von der Insel quasi) und dann hat er sich 2 Stunden Zeit genommen und uns ueber die Insel gefuehrt, uns das Haus gezeigt, wo wir schlafen bzw. zwischenzeitlich auch wohnen koennen und mit uns Kokosnuesse erst geschluerft und dann das Fleisch gegessen. Das letzte Foto ist von Ando Island. Die Ausdehnung der Insel betraegt grade mal 3,5x1,5km und ca. 1000 Menschen leben dort.

Heute war unser erster "Arbeitstag". Wir haben die Vize-Praesidentin der ESSU kennen gelernt und gleich noch den Mayor von Borongan. Die Leute legen hier viel wert auf so etwas. Die Flutkatastrophe in Manila betrifft uns nicht, es ist Winter hier, aber trotzdem ziemlich warm. Viele liebe Gruesse nach Deutschland.

Sonntag, 20. September 2009

man lebt sich halt so ein...




...naja so sehr hab ich mich zwar noch nicht an die Kultur und alles gewöhnt, aber trotzdem wirds von tag zu tag einfacher mit den Philippinen umzugehen.
Seit dem letzten Eintrag ist wieder so einiges passiert, zb. ist unser Vorbereitungskurs zuende gegangen und unser Waray-Kurs hat angefangen.
Gestern waren wir am Pazifik. Haben uns da von den Einheimischen für 500 Peso Surfbretter ausgeliehen, die aber leider nen bisschen klein, oder ich nicht gut genug waren. Trotzdem hats ein paar mal geklappt und ich bin sogar kurz aufgestanden. Die Wellen hatten vormittags bei Ebbe ungefähr ne Höhe von 4 Metern und nachmittags als dann die Flut kam locker 5 oder 6. Der Meeresboden war eine einzige Steinplatte mit kleinen Furchen wo das Wasser lang lief und in diesen kleinen Furchen saßen unzählige Seeigel. Wir mussten glücklicher Weise nur 2 Seeigel-Fälle aus unserer Gruppe melden, bei mir wars aber aus ziemlich knapp, hab in letzter Sekunde meinen Fuß weg gezogen, und so jetzt nur nen paar rote Stellen. Zurück zu den Wellen, sie sind sehr leicht zu unterschätzen gewesen, so ists auch mir ergangen , ich dacht mit, surf ich da jetzt mal eine und dann hats mich nur noch drunter und drüber gewirbelt und ioch hatte nur den Steinboden vor Augen also vor den geistigen Augen. Zum Glück wars tief genug und es ist nichts weiter passiert als dass mein Surfbrett mir gegen die Stirn gehaun hat, was aber kein Problem darstellt;-)
Dann hab ich am Samstag mit meinem Couterpart aus meinem Projekt geredet und wir werden wohl doch nicht auf dem Campus leben, weil dem Präsident der Universität von den letzten Freiwilligen wohl zu viel gefeiert wurde. Das ist jedenfalls die offizielle Stellungnahme dazu. Inoffiziell liegt es daran dass das Haus von Termiten verfressen wird, es kein fließendes Wasser hat und Handyempfang nur auf der Veranda besteht. Internet gibts gar nicht, also nur in der 7km entfernten Stadt. Die alternative, die für uns jetzt besteht ist ein Häuschen auf einer 25 min. entfernten Insel, Ando Island, wo unsere Projekte auch stattfinden können, die ca. 1000 Einwohner hat, mitten im Pazifik. Wir werden uns am Freitag erstmal mit der Situation vertraut machen und in das Haus auf dem Campus ziehen und am Montag mit den Projekten anfangen.
Am Samstag abend waren wir auf einer Despedida, sprich Abschiedsfeier von einem der ehemaligen Freiwilligen in Quinapondan, was mit dem Jeepney so ca. 1,5 Stunden von hier entfernt ist. Sind da Samstag nach dem Waray-Kurs, der extra deswegen nur bis 3 Uhr gegangen ist hin gefahren. Gab (leider) zu viel von diesem San-Miguel Bier und dann haben die hier auch noch Kokosnuss-Wein, den man auch nicht unterschätzen sollte. Hab mich dann da mit dem Barangay-Captain unterhalten und diversen anderen, bis 4 Uhr Karaoke gesunden und dann noch 3 Stunden im Wohnzimmer auf dem nackten Boden geschlafen. Am nächsten morgen haben wir direkt einen der ersten Busse nach Guiuan genommen weil wir ja ans Meer wollten.
Tut mir leid, dass es mal wieder tierisch ungeordnet ist. Ich wünsche eine schöne Zeit in Deutschland und der Welt.
Fotos: Mathis am Strand;), Jeepney-Ausblick vom Dach und Kinder auf Lukas' Despedida, die hat das so gefreut fotografiert zu werden...

Dienstag, 15. September 2009

Viel passiert...




Liebe Leser;)
also da bin ich wieder und wir haben schon wieder viel unternommen. Am Sonntag stand wieder mal ein Ausflug auf dem Programm: Pearl Island (s. Foto). Unserer Mentor Andy hat Schnorchel und Brillen mitgenommen und dann sind wir da tauchen gewesen. Unglaublich eindrucksvoll:) Wir haben in Kristall-klarem Wasser Die größten Korallen-Riffs, die schillerndsten Fische (Dori;)) und riesigsten Muscheln erforscht (Unterwasser-Fotos folgen vielleicht noch). Und ich habe einen riesigen (locker 40cm im Durchmesser) Seestern mit gefährlichen Stacheln drauf auf den Rücken gedreht und der hat sich dann mühsam aber in aller Ruhe innerhalb von mindestens 10 min. wieder zurück gedreht:D.
Haben da den ganzen Tag verbracht, in der Hängematte gelegen, gut gegessen und die Zeit vergessen. Als wir abends wieder da waren, waren wir ziemlich fertig wie man sich vorstellen kann^^. Gestern gabs den Tag über wieder Seminare, die DED-Landesdirektorin war da und hat uns Fragen beantwortet, und Nachmittags gings um Das entwicklungspolitische Thema "Do No Harm" d.h. unbewusst gesendete Signale zu deuten und sensibel an unsere Arbeit mit Menschen heran zu gehen.
Heute: letzte Fragen klären und Dschungel:). Sollten uns heute nachmittag mit "öffentlichen Verkehrsmitteln" (spricht Tricycles und Jeepneys) den Weg zu einem Treffpunkt ca 45 min. von hier entfernt suchen. Dann sind wir durch den tiefsten Dschungel gewandert, wo ich endlich mal meine neu erworbenen Wanderschuhe ausprobieren konnte. Hab aber weder sonen Kobold-Maki (kleiner Affe mit großen Augen) noch die Philippinische Kobra gesehen, dafür war alles zu gewachsen. Ab Freitag fängt unserer Sprachkurs an, morgen werden wir "vereidigt" als Freiwillige und ab dem 23. oder 24. gehts nach Borongan wo viel, viel Arbeit auf mich wartet. Von Wasserversorgung für uns bis Toiletten auf Ando-Island. Dazu weiteres später...Ihr könnt gespannt bleiben. Vielen Dank an alle für die netten Kommentare, könnt mir auch gern mal ne Email schicken, auf die ists immer einfacher zu antworten.
Liebe Grüßen immer noch aus Guiuan nach Deutschland und die Welt...die Fotos sind leider in der falschen Reihenfolge, nehmt mir das nicht übel, habs noch nicht ganz raus hier. Erstes:Dschungel, zweites: Jeepney, drittes: Pearl Island

Samstag, 12. September 2009

5 Tage schon...




Hallo,
Sind jetzt seit gestern an unserem Vorbereitungsseminar-Ort angekommen: Guiuan, ca. noch 100km oder 5(!) Jeepney-Stunden von meinem endgültigen Einsatzplatz entfernt (Die Straßen sind ziemlich schlecht). Um mich herum stehen unmengen an Palmen mit Kokos-Nüssen und Bananen-Pflanzen. Gestern abend waren wir auf einem Konzert, das umsonst für alle war, wo der Bürgermeister zu Wahlkampfszwecken eine ziemlich bekannte Band eingeladen hat. Es war alles voller Menschen, und für die waren wir eine fast so große Attraktion wie die Band selbst. Und warum? - nur weil wir weiß sind! Das ist unglaublich, aber du wirst angestarrt, angequatsch, eingeladen, und als wir an der Schule vorbei gekommen sind haben die Kinder am Zaun gestanden und geschrien und gewunken. Das wird noch ziemlich schwer schätze ich, sich daran zu gewöhnen. Heute gabs vormittags und nachmittags viele, viele Infos über das Leben auf den Philippinen und darüber wie wir uns zu verhalten haben. Näheres dazu an gegebener Stelle.
Bin jetzt ziemlich müde schon war die letzten Tage jeden Abend mit anderen Freiwilligen aber auch schon Filipinos feiern und mach heute mal nen bisschen ruhiger. Wetter gut, Leute sehr nett, Wasser warm, Luftfeuchtigkeit hoch.
Viele Liebe Grüße nach Deutschland aus den 11.000 km entfernten Philippinen.

Mittwoch, 9. September 2009

in Tacloban




Ja also da bin ich wieder. Sind gestern nachmittag in Cebu gelandet und das war erst einmal wie vor eine Wnad aus Hitze und Feuchtigkeit zu laufen. Mein Rucksack war auch da und sogar noch in der Folie eingepackt, hatte also keiner reingeguckt. Dann gings erstmal in einem Jeepney durch Cebu, circa ne halbe Stunde lang nur Laerm, Gehupe und Hitze um mich herum. War aber tierisch aufregend. Hab leider noch keine Bilder parat, da ich die SD-Karte von meiner Kamera zuhause hab liegen lassen. Kauf mir aber bald eine neue und dann kann ich euch auch visuell auf dem Laufenden halten. Jedenfalls abends waren wir dann lecker essen, nen ganzes Gerickt fuer um die 2,50 euro umd danach sind wir wieder zur Pension gefahren und haben den abend bis ungefaehr 3 uhr mit unserem Mentor Andi aus England in der Pensions-Bar ausklingen lassen. Heute morgen dann um viertel vor 7 aufgestanden weils einfach zu heiss war und wir die Klimaanlage ueber die nacht nicht an hatten, weil sie zu laut war. Dann gings um 10 zum Hafen um mit der Faehre nach Ormoc ueberzusetzen (ca. 6std) von daaus sind wir noch mal 2,5std. bis nach Tacloban gefahren, wo wir uns jetzt grade aufhalten. Uebermorgen gehts dann erst weiter nach Guian, wo unser Ankunftsseminar anfaengt, das bis zum 17.9 geht. Dann kommen wir (hoffentlich endlich) zu unseren EInsatzplaetzen, wobei ich mir da auch noch nicht ganz sicher bin weilo irgendwann noch ein Waray-Sprachkurs ansteht. Mit Englisch kommt man aber auf jeden Fall erstaunlich gut klar. Bin schon sehr aufgeregt was meine Stelle angeht, freu mich immer ueber Emailsund Kommentare hier auf der Seite. Liebste Gruesse nach Deutschland

Die Dilder sind der Blick aus unserer Pension in Tacloban und ich auf einem Tricycle;)

Montag, 7. September 2009

in doha

liebe leser,
also ich sitze jetzt grade in doha, kathar im flughafen und warte hier mit den anderen freiwilligen auf meinen weiterflug nach cebu, philippinen. bisher verlief die reise quasi reibungslos, nur ein paar kleine turbulenzen über der türkei;). um 01:40 unsere zeit (1 std. zeitverschiebung) gehts dann weiter noch mal 11 stunden. meld mich wieder wenn ich da bin und internet habe,
liebe grüße