Dienstag, 1. Dezember 2009

mein haus, mein auto, mein job...

Mein Haus und mein zweirädriges Auto kennen fleißige Leser ja schon, deshalb mach ich heute mal mit meiner Arbeit weiter.
Aktueller Stand: Immer noch nichts für meine eigentliche Partnerorganisation, immer noch Krankenhaus, immer noch Labor, immer noch jede Menge Spaß da.
Bilder sagen ja mehr als 1000 Worte (der Lieblingsspruch eines jeden faulen Bloggers) deshalb nur kurze Erläuterungen dazu.
Hier erst mal ein allgemeiner Blick in meine Arbeitsstelle, sieht auf den ersten Blick auch super aus, ist sauber, hat 2 Zentrifungen, nen gutes Mikroskop, fließend Wasser und Seife, halt die Basics. Wenn man sich jedoch vor Augen hält, dass dieses Labor einzigartig für 460.000+ Menschen ist, keine Handschuhe getragen werden, die Geräte teilweise 30-35 Jahre alt sind und es an allen sonstigen Ecken mangelt, kann man schon stuzig werden wenn man europäische Standarts heran zieht.



dieser Blutkühlschrank ist ebenfalls einmalig in der ganzen Provinz, von wo man auch teilweise ganz schön lange unterwegs sein kann um hier hin zukommen.


das hier bin ich bei der Arbeit - ok, das Foto ist ein wenig gestellt;), aber nur der konzentrierte Gesichtsausdruck


und das steht hier im Mittelpunkt: Mit viel Lachen kann man doch alle kleineren oder größeren Probleme vergessen und die Snacktime (2x tägl.) gibt irgendwie immer Anlass für jegliche Form von Humor

Montag, 16. November 2009

Mathis und die Schlangen...

Jeder der mich kennt weiss, wie ich auf Schlangen reagiere, naemlich wenns geht sehr distanziert;). Kleine Geschichte: Vorgestern abend hab ich noch nen paar SMS geschrieben, was nur direkt an meinem Fenster geht. Fenster ist nicht ganz der richtige Ausdruck, eher ein paar Klapp-Glasscheiben und ein Moskito-Screen (feines Netz). Da stand ich nun vorm Fenster und hab versucht ein wenig Signal fuer mein Handy ab zu fangen. Aus einmal sehr ich, wie sich was direkt hinter dem Moskito-Screen, also ca 5 cm vor meiner Hand bewegt und hoch klettert. War zum Glueck nurn Gecko. Also weiter geschrieben. Wieder bewegt sich was. Ich schuettel nur die Hand in die Richtung, ohne den Blick von meinem Handy zu nehmen und schreib weiter als waer nix gewesen, bis ich ein Muster vorm Fenster langziehen sehe. Ein Zickzack-Muster um ehrlich zu sein. Dann leuchte ich mit dem Display einmal auf das Muster und sehe eine 1 Meter lange ziemlich duenne Schlange direkt hinterm Fenster. Bin schon ganz schoen erschrocken, aber dann trotzdem rausgegangen um nen Foto zu schiessen.

Die Nacht ueber konnte ich nicht so gut schlafen, dauernd dachte ich ich wuerd mich jetz auf die Schlange rollen. Hab dann um 5 nochmal nach ihr geguckt und sie war noch da. Morgens nicht mehr...Wer weiss wo sie jetz hin ist;)
Hier gibt es die gefaehrlichsten Schlangen der Welt wie ich gehoert habe, vorallem die kleinen sollen schlimm sein, aber nur wenn sie bedroht werden, beissen sie, normalerweise hauen die schnell ab und haben Angst. Aber wenn man denn gebissen wird, ist gar nicht gut, wo wir wieder beim Entwicklungsland "Philippinen" waeren: Kein Gegengift in ganz Eastern Samar, das heisst von hieraus das naechste in 4,5Std. in Tacloban, was einem bei einer Wirkungszeit von manchmal nur 10 min. recht lang vorkommen kann;) Trotzdem sind Bisse extremst selten, keine Sorge.
Achso, die Geschichte ist noch nicht zuende. Am naechsten Tag hab ich das Foto einem unserer Nachbarn gezeigt und der meinte, es waer nur ne junge Python, also Wuergeschlange, die in dem Alter Menschen noch nix antun kann. Aber ob das stimmt weiss ich nicht.

Ansonsten ist hier wieder so viel passiert, dass ich gar nicht weiss was ich noch erzaehlen soll. Also ich kann mich nicht entscheiden.
Achso, hier noch mein Motorrad:

Donnerstag, 29. Oktober 2009

endlich gehts los...

hello again.
Also ich muss jetzt mal was grpßes ankündigen: Ich arbeite jetzt (mehr oder weniger jedenfalls auf jeden Fall mehr als vorher). Und zwar waren wir (Jane, Maria und ich) von einer Arbeitskollegin von der Jane vor ca. 2 Wochen zum Abendessen eigeladen, wo auch eine Ärztin aus dem Ortsansässigen Krankenhaus zugegen war, welche mich dann gefragt hat wieso ich mit meinem Rural Nutrition and Healthcare-Projekt an der Eastern Samar State University und nicht direkt im Krankenhaus von Borongan arbeite. Da ich keine wirklich Antwort wusste, bin ich in der Woche drauf mal diese Doktora im Krankenhaus besuchen gegangen, wie sie mir vorgeschlagen hatte und seit dem bin ich (von Tag zu Tag länger) im Labor des Eastern Samar Provincial Hospital anzutreffen, rede viel mit den Leuten (die sind halt ziemlich interessiert an allem), mach einfache Aufgaben bei den Blutuntersuchungen, übertrage Ergebnisse in große Bücher und heute saß ich sogar am Empfang:-D. Das ist einfach sau lustig, die haben alle tierisch Spaß an ihrer Arbeit (jedenfalls tun sie so, weil dann alles viel leichter ist wie die sagen), findens witzig, dass ich Handschuhe trage (obwohl sie das auch gerne würden, das Krankenhaus nur keine bezahlt) und gestern war ich zum Mittagessen sogar schon bei der Tochter von einer die da arbeitet auf die Hochzeit eingeladen wo es echt gutes Essen gab.
Am Sonntag (1.11) abend sind wir vom Arnil (unser Counterpart) eingeladen mit ihm auf den Friedhof zum Abendessen zu kommen, wo sich ganz Borongan auf den Gräbern ihrer Vorfahren trifft, lacht, isst, trinkt und einfach Spaß hat, ich bin verdammt gespannt, klingt zwar erstmal komisch wird aber bestimmt total cool;) die Leute haben hier ein ganz anderes Verhältnis zum Tod. Bei einer Beerdigung wird ziemlich das gleiche (eine Woche lang) gemacht wie Sonntag auf dem Friedhof, aber ich würde mich glaub ich auch besser verabschiedet fühlen, wenn die Leute in meinem Namen feiern und nicht trauern...
Gestern abend waren wir auf einer Haloween-Party in der ortsansässigen DIsko. War mal wieder ziemlich typisch Filipino-überdreht, gab witzige Spiele wo wir jede Menge Whitening-Lotionen und so gewonnen haben und haben schön mit den Einheimischen abgefeiert.
Tut mir leid, dass das alles ein wenig durcheinander ist hier, schreib halt so auf was mir einfällt... Also letztes Wochenende bin ich mit der Jane mit unseren Motorrädern nach Oras (ca. 90km) gefahren. Naja, auf halber Strecke hat mein Motorrad seinen Geist aufgegeben, das Motorritzel war durch, und dann musste ich es am Straßenrand stehen lassen und wir sind mit Jane's weitergefahren. Angekommen bei Jesse, sind wir mit ein paar Freunden von ihm erstmal essen und Videokee-singen gegangen, bis ich so gegen 12 einem der Filipinos erzählt habe was mit meinem Motorrad passiert ist, woraufhin dieser meinte, es sei längst geklaut und wir sollten sofort dahin und es in SIcherheit bringen. Wär prizipiell auch gegangen, da wir mit der Tochter vom Bürgermeister unterwegs waren und die den Schliiten von ihrem Vater hatte (nen richtiger SUV) nur halt kein Diesel im Tank. Dann kam der Besitzer der Bar auf die Idee, mal die Polizei zu fragen, ob wir uns deren Auto ausleihen können. Prinzipiell ne gute Idee, wäre auch möglich gewesen, nur gleiches Problem: kein Spritz im Tank für 50km (-->Polizeiauto!!). Hm was tun? War langsam echt ein wenig besorgt. Also wir zum Hafen gefahren und 10 Liter Diesel in Colaflaschen abgefüllt eingekauft und dann mit dem Auto vom Bürgermeister nach Taft zu meinem Motorrad gefahren, das abgeschleppt bis dahin wo der Bodhi wohnt und da über nacht gelassen. War ne ziemlich aufregende Nacht und um halb 5 oder so waren wir im Bett:D
Ansonsten haben wir schön Veras und meinen Geburtstag in Maydulong bei unserem Mentor Andrew zuhause gefeiert mit filipinnischem BBQ und nachts schwimmen und ich hab mir nach dem Zwischenfall mit meinem Moped dann doch nen neues gekauft (schwarz, Fotos folgen, kein Führerschein weil keiner uns einen ausstellen will und mit Papp-Kennzeichen mit "For Registration" mit Edding draufgeschmiert)
Gibt bestimmt noch mehr zu erzählen, was mir grad nicht einfällt. Viele Fotos gibts grad nicht, weil ich nur wenige gemacht habe.
Vielen Dank für die zahlreichen Geburtstagsgrüße
euer Mathis

Dienstag, 13. Oktober 2009

Heute regnet es wie aus Eimern und ich hab Zeit mal wieder was aus meinem Leben hier in Borongan mit euch zu teilen. Am besten fang ich da glaub ich beim vorletzten Wochenende, der Fiesta in Guiuan an. Von der Fiesta selber haben wir eher wenig mitbekommen weil die Feierlichkeiten in abgegrenztem Rahmen stattgefunden haben. Viele hochrangige Leute waren geladen und wurden zum Curaca tanzen aufgerufen. Curaca ist ein traditioneller Tanz, und diese Tradition möchte ich kurz geneuer erläutern: Wenn zwei Partner aufgerufen werden, meist reiche Leute, wird zu Liedern im ¾ Takt getanzt, aber nicht eng aneinander, sondern mit reichlich Abstand jedoch stets um einander herum mit Blickkontakt. Und dann beginnt der interessanteste Teil aus europäischer Sicht: Der Mann und auch manchmal die Frau haben Bündelweise 20-Peso-Scheine dabei, die dann in die Luft geworfen werden und wie roter Schnee (die Scheine sind rot) auf das Paar nieder gehen. Danach kommen Leute von allen Seiten und werfen auch Scheine auf das Paar und abhängig von der gesellschaftlichen Stellung der Tanzenden können nachher auch mal mehrere Hundert 20-Peso-Scheine auf der Tanzfläche liegen, die dann mit Besen und Eimern beiseite geschafft werden, um die Tanzfläche für das nächste Paar wieder vorzubereiten. Das Geld wird übrigens danach den umliegenden Kirchengemeinden gespendet.
Den Abend haben wir in der ortsansässigen DJ Disco verbracht, wo abgedrehte, filipinische und natürlich haufenweise amerikanische Musik läuft.
Sonntag dann wieder kultureller Austausch (obgleich recht einseitig): Hahnenkampf. Alle haben davon erzählt, überall sieht man an der Straße die Kampfhähne, und es gibt zig Läden, die irgendwelche Aufputschprodukte für Hahn und Federkleid verkaufen. Als wir in der Arena waren (mit Glaskasten um die Kampffläche, Wettbüro mit Laptops und Internet...) hab ich mich relativ bald gefragt was ich da eigentlich mache, und als dann die ersten Hähne kamen, die erstmal aggressiv gemacht wurden wozu sogar zwei weitere Hähne gehohlt wurden, war ich mir nicht mehr so sicher ob ich mir das echt angucken möchte. Dann wurden die Wetten angenommen, alles in Höhe von 500-2000 Peso, was für die Leute schon ziemlich viel Geld ist. Alle haben nur noch rumgeschrien, und der Giovanni, der uns begleitet hat sagte, wir sollten unter allen Umständen die Hände unten lassen. Wir haben und dann 4 Kämpfe angeguckt, die anfangs ziemlich schnell vorbei gingen, und später auch mal beide Hähne gestorben sind, wo dann der glückliche Gewinner derjenige war, der länger überlebte. Das geht alles recht schnell, weil jeder Hahn an einem Bein ein 5cm langes Messer direkt an den Sporen befestigt hat... Ich werds mir bestimmt nicht wieder angucken, aber man ist halt neugierig und sollte auch wissen was man verurteilt. Bei jedem Kampf die gleiche Prozedur und der Kampf selber relativ unspektakulär, das einzige Adjektiv ist eigentlich grausam den Tieren gegenüber.
Die Woche über gabs wieder nicht so viel zu arbeiten, eigentlich gar nichts, wir haben die Zeit genutzt um die Strände Borongans auszukundschaften mit der Rose (das ist ihr „amerikanischer“ Name, den sie im Callcenter in Manila trägt) eigentlich Rojana, gebürtige Boronganerin arbeitet halt in Manila und ist grad hier um die Familie zu besuchen, weiß aber auch noch nicht wann sie wieder zurück geht, wegen Flut, Taifunen,... in Manila. Jedenfalls haben wir dabei einen richtigen, großen Sandstrand gefunden, mit großen Wellen und ohne Seeigel, worüber ich schon ziemlich glücklich bin. Am Samstag dann sind wir mit ihr nach Divinobo-Island gefahren, wo man in einer Art Korallen-Lagunen-Badewanne schwimmen konnte, in glasklarem Wasser, das zwar keinerlei Abkühlung bot aber trotzdem einfach genial war. Leider hab ich mir erst gestern in Tacloban River-Boots (Schuhe zum auf Seeigel und Korallen treten) und Taucherbrille und Schnorchel gekauft.
Am Wochenende waren außerdem die anderen Freiwilligen aus Guiuan und Salcedo hier und haben uns besucht, denen wir dann auch mal unsere Aloha-Disko zeigen konnten ;-).
Gestern in Tacloban hab ich mir eine 200peso Strafe eingehandelt weil ich über die Straße gelaufen bin, die Beamten waren auch recht offiziell, in Uniform und allem, und haben mir auch ein Official Receipt ausgestellt aber ob die jetzt nur (mal wieder) die Weißen abziehen wollten oder nicht, weiß ich nicht. Hab mir da außerdem ein Deutschland-Trikot gekauft für die Fussball-WM nächstes Jahr;-)
Mir geht’s ansonsten soweit gut, nur dass wir wieder mal kein fließendes Wasser haben und es den ganzen Tag regnet (was jedoch unsere Wassertonne füllt, was ziemlich praktisch ist).

Sonntag, 11. Oktober 2009

Hier nur ein paar fotos...tut mir leid, bin vllt ein bisschen zu faul.

Sonnenuntergang über Borongan-Bay



Blick in mein Zimmer nach einer eher einfachen Streichaktion (hatte leider nicht genug Farbe gekauft)





...und das hier wird unsere zweite Behausung auf Ando Island



Das hier ist unser Comfort Room, mit nach deutschem Verständnis relativ wenig Komfort. Seitdem wir wieder fließend Wasser haben, hab ich eine Dusche installiert, zwar kalt aber richtig gut im Vergleich zu Eimer und Kelle...

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Donnerstag, 1. Oktober 2009

Liebe Leser, danke fuer die vielen Kommentare, freut mich sher dass ihr alle an mich denkt. Heute war quasi der 3. Arbeitstag und wir haben immer noch nix gemacht. Ist aber eigentlich ganz gut, weil die Bude noch einige Optimierungen benoetigt. Wasser haben wir auch wieder, sogar mit richtig druck. Morgen Super Typhoon in Manila, dh. ziemlich viel Regen und Wind sogar bei uns, macht euch aber mal keine Sorgen.
Alles Gute nach Deutschland, vielleicht am Wochenende wieder mit Fotos (???). Am Wochenende ist aber auch Fiesta (grosses Fest mit viel Essen, Trinken,... was in jeder Stadt euinmal jaehrl. stattfindet) in Guiuan, da wo wir unser Vorbereitungsseminar hatten, das kann ich mir ja nicht entgehen lassen;)
@Mama: ein Barangay ist die kleinste Verwaltungseinheit auf den Philippinen, mit ca. 500-1000 Einwohnern. Ando-Island gehoert zwar zu Borongan, ist aber ein eigenes Barangay. Dass der Captain uns da rumgefuehrt hat zeigt eigentlich nur wie super freundlich die Leute hier sind sogar die "Officials" nur wegen ein paar popeliger Freiwilliger...
Lg

Montag, 28. September 2009

Endlich angekommen...

Liebe Leser,
da bin ich wieder aus der Hauptstadt von Eastern Samar: Borongan. Wir sind am Freitag mit dem Jeepney hier angereist und haben direkt unser Haus auf dem Campus der Eastern Samar State University bezogen (siehe Bild). Ein paar Fakten dazu: Am Freitag hatten wir kein Wasser, nur eine halbvolle Regentonne und einen Eimer mit Schoepfkelle, kein Strom am Samstag, weil allgemeiner Stromspartag war, kein Handyempfang, keine Klospuelung und auch an das Duschen mit Regenwasser (ein Eimer) und Schoepfkelle muss man sich erst einmal gewoehnen.

Ansonsten ists escht sehr nett, hab direkt mein Moskitonetz aufhehaengt, aber nur wegen ein paar Muecken. Vor Malaria oder Dengue muss man hier gar keine Angst haben. Hab auch meine Profilaxe wieder abgesetzt.

Samstag haben wir dann einen Ausflug nach Ando-Island gemacht, sind auf eigene Faust einfach mal dorthin gefahren, haben den Barangay-Captain besucht (der Chef von der Insel quasi) und dann hat er sich 2 Stunden Zeit genommen und uns ueber die Insel gefuehrt, uns das Haus gezeigt, wo wir schlafen bzw. zwischenzeitlich auch wohnen koennen und mit uns Kokosnuesse erst geschluerft und dann das Fleisch gegessen. Das letzte Foto ist von Ando Island. Die Ausdehnung der Insel betraegt grade mal 3,5x1,5km und ca. 1000 Menschen leben dort.

Heute war unser erster "Arbeitstag". Wir haben die Vize-Praesidentin der ESSU kennen gelernt und gleich noch den Mayor von Borongan. Die Leute legen hier viel wert auf so etwas. Die Flutkatastrophe in Manila betrifft uns nicht, es ist Winter hier, aber trotzdem ziemlich warm. Viele liebe Gruesse nach Deutschland.

Sonntag, 20. September 2009

man lebt sich halt so ein...




...naja so sehr hab ich mich zwar noch nicht an die Kultur und alles gewöhnt, aber trotzdem wirds von tag zu tag einfacher mit den Philippinen umzugehen.
Seit dem letzten Eintrag ist wieder so einiges passiert, zb. ist unser Vorbereitungskurs zuende gegangen und unser Waray-Kurs hat angefangen.
Gestern waren wir am Pazifik. Haben uns da von den Einheimischen für 500 Peso Surfbretter ausgeliehen, die aber leider nen bisschen klein, oder ich nicht gut genug waren. Trotzdem hats ein paar mal geklappt und ich bin sogar kurz aufgestanden. Die Wellen hatten vormittags bei Ebbe ungefähr ne Höhe von 4 Metern und nachmittags als dann die Flut kam locker 5 oder 6. Der Meeresboden war eine einzige Steinplatte mit kleinen Furchen wo das Wasser lang lief und in diesen kleinen Furchen saßen unzählige Seeigel. Wir mussten glücklicher Weise nur 2 Seeigel-Fälle aus unserer Gruppe melden, bei mir wars aber aus ziemlich knapp, hab in letzter Sekunde meinen Fuß weg gezogen, und so jetzt nur nen paar rote Stellen. Zurück zu den Wellen, sie sind sehr leicht zu unterschätzen gewesen, so ists auch mir ergangen , ich dacht mit, surf ich da jetzt mal eine und dann hats mich nur noch drunter und drüber gewirbelt und ioch hatte nur den Steinboden vor Augen also vor den geistigen Augen. Zum Glück wars tief genug und es ist nichts weiter passiert als dass mein Surfbrett mir gegen die Stirn gehaun hat, was aber kein Problem darstellt;-)
Dann hab ich am Samstag mit meinem Couterpart aus meinem Projekt geredet und wir werden wohl doch nicht auf dem Campus leben, weil dem Präsident der Universität von den letzten Freiwilligen wohl zu viel gefeiert wurde. Das ist jedenfalls die offizielle Stellungnahme dazu. Inoffiziell liegt es daran dass das Haus von Termiten verfressen wird, es kein fließendes Wasser hat und Handyempfang nur auf der Veranda besteht. Internet gibts gar nicht, also nur in der 7km entfernten Stadt. Die alternative, die für uns jetzt besteht ist ein Häuschen auf einer 25 min. entfernten Insel, Ando Island, wo unsere Projekte auch stattfinden können, die ca. 1000 Einwohner hat, mitten im Pazifik. Wir werden uns am Freitag erstmal mit der Situation vertraut machen und in das Haus auf dem Campus ziehen und am Montag mit den Projekten anfangen.
Am Samstag abend waren wir auf einer Despedida, sprich Abschiedsfeier von einem der ehemaligen Freiwilligen in Quinapondan, was mit dem Jeepney so ca. 1,5 Stunden von hier entfernt ist. Sind da Samstag nach dem Waray-Kurs, der extra deswegen nur bis 3 Uhr gegangen ist hin gefahren. Gab (leider) zu viel von diesem San-Miguel Bier und dann haben die hier auch noch Kokosnuss-Wein, den man auch nicht unterschätzen sollte. Hab mich dann da mit dem Barangay-Captain unterhalten und diversen anderen, bis 4 Uhr Karaoke gesunden und dann noch 3 Stunden im Wohnzimmer auf dem nackten Boden geschlafen. Am nächsten morgen haben wir direkt einen der ersten Busse nach Guiuan genommen weil wir ja ans Meer wollten.
Tut mir leid, dass es mal wieder tierisch ungeordnet ist. Ich wünsche eine schöne Zeit in Deutschland und der Welt.
Fotos: Mathis am Strand;), Jeepney-Ausblick vom Dach und Kinder auf Lukas' Despedida, die hat das so gefreut fotografiert zu werden...

Dienstag, 15. September 2009

Viel passiert...




Liebe Leser;)
also da bin ich wieder und wir haben schon wieder viel unternommen. Am Sonntag stand wieder mal ein Ausflug auf dem Programm: Pearl Island (s. Foto). Unserer Mentor Andy hat Schnorchel und Brillen mitgenommen und dann sind wir da tauchen gewesen. Unglaublich eindrucksvoll:) Wir haben in Kristall-klarem Wasser Die größten Korallen-Riffs, die schillerndsten Fische (Dori;)) und riesigsten Muscheln erforscht (Unterwasser-Fotos folgen vielleicht noch). Und ich habe einen riesigen (locker 40cm im Durchmesser) Seestern mit gefährlichen Stacheln drauf auf den Rücken gedreht und der hat sich dann mühsam aber in aller Ruhe innerhalb von mindestens 10 min. wieder zurück gedreht:D.
Haben da den ganzen Tag verbracht, in der Hängematte gelegen, gut gegessen und die Zeit vergessen. Als wir abends wieder da waren, waren wir ziemlich fertig wie man sich vorstellen kann^^. Gestern gabs den Tag über wieder Seminare, die DED-Landesdirektorin war da und hat uns Fragen beantwortet, und Nachmittags gings um Das entwicklungspolitische Thema "Do No Harm" d.h. unbewusst gesendete Signale zu deuten und sensibel an unsere Arbeit mit Menschen heran zu gehen.
Heute: letzte Fragen klären und Dschungel:). Sollten uns heute nachmittag mit "öffentlichen Verkehrsmitteln" (spricht Tricycles und Jeepneys) den Weg zu einem Treffpunkt ca 45 min. von hier entfernt suchen. Dann sind wir durch den tiefsten Dschungel gewandert, wo ich endlich mal meine neu erworbenen Wanderschuhe ausprobieren konnte. Hab aber weder sonen Kobold-Maki (kleiner Affe mit großen Augen) noch die Philippinische Kobra gesehen, dafür war alles zu gewachsen. Ab Freitag fängt unserer Sprachkurs an, morgen werden wir "vereidigt" als Freiwillige und ab dem 23. oder 24. gehts nach Borongan wo viel, viel Arbeit auf mich wartet. Von Wasserversorgung für uns bis Toiletten auf Ando-Island. Dazu weiteres später...Ihr könnt gespannt bleiben. Vielen Dank an alle für die netten Kommentare, könnt mir auch gern mal ne Email schicken, auf die ists immer einfacher zu antworten.
Liebe Grüßen immer noch aus Guiuan nach Deutschland und die Welt...die Fotos sind leider in der falschen Reihenfolge, nehmt mir das nicht übel, habs noch nicht ganz raus hier. Erstes:Dschungel, zweites: Jeepney, drittes: Pearl Island

Samstag, 12. September 2009

5 Tage schon...




Hallo,
Sind jetzt seit gestern an unserem Vorbereitungsseminar-Ort angekommen: Guiuan, ca. noch 100km oder 5(!) Jeepney-Stunden von meinem endgültigen Einsatzplatz entfernt (Die Straßen sind ziemlich schlecht). Um mich herum stehen unmengen an Palmen mit Kokos-Nüssen und Bananen-Pflanzen. Gestern abend waren wir auf einem Konzert, das umsonst für alle war, wo der Bürgermeister zu Wahlkampfszwecken eine ziemlich bekannte Band eingeladen hat. Es war alles voller Menschen, und für die waren wir eine fast so große Attraktion wie die Band selbst. Und warum? - nur weil wir weiß sind! Das ist unglaublich, aber du wirst angestarrt, angequatsch, eingeladen, und als wir an der Schule vorbei gekommen sind haben die Kinder am Zaun gestanden und geschrien und gewunken. Das wird noch ziemlich schwer schätze ich, sich daran zu gewöhnen. Heute gabs vormittags und nachmittags viele, viele Infos über das Leben auf den Philippinen und darüber wie wir uns zu verhalten haben. Näheres dazu an gegebener Stelle.
Bin jetzt ziemlich müde schon war die letzten Tage jeden Abend mit anderen Freiwilligen aber auch schon Filipinos feiern und mach heute mal nen bisschen ruhiger. Wetter gut, Leute sehr nett, Wasser warm, Luftfeuchtigkeit hoch.
Viele Liebe Grüße nach Deutschland aus den 11.000 km entfernten Philippinen.

Mittwoch, 9. September 2009

in Tacloban




Ja also da bin ich wieder. Sind gestern nachmittag in Cebu gelandet und das war erst einmal wie vor eine Wnad aus Hitze und Feuchtigkeit zu laufen. Mein Rucksack war auch da und sogar noch in der Folie eingepackt, hatte also keiner reingeguckt. Dann gings erstmal in einem Jeepney durch Cebu, circa ne halbe Stunde lang nur Laerm, Gehupe und Hitze um mich herum. War aber tierisch aufregend. Hab leider noch keine Bilder parat, da ich die SD-Karte von meiner Kamera zuhause hab liegen lassen. Kauf mir aber bald eine neue und dann kann ich euch auch visuell auf dem Laufenden halten. Jedenfalls abends waren wir dann lecker essen, nen ganzes Gerickt fuer um die 2,50 euro umd danach sind wir wieder zur Pension gefahren und haben den abend bis ungefaehr 3 uhr mit unserem Mentor Andi aus England in der Pensions-Bar ausklingen lassen. Heute morgen dann um viertel vor 7 aufgestanden weils einfach zu heiss war und wir die Klimaanlage ueber die nacht nicht an hatten, weil sie zu laut war. Dann gings um 10 zum Hafen um mit der Faehre nach Ormoc ueberzusetzen (ca. 6std) von daaus sind wir noch mal 2,5std. bis nach Tacloban gefahren, wo wir uns jetzt grade aufhalten. Uebermorgen gehts dann erst weiter nach Guian, wo unser Ankunftsseminar anfaengt, das bis zum 17.9 geht. Dann kommen wir (hoffentlich endlich) zu unseren EInsatzplaetzen, wobei ich mir da auch noch nicht ganz sicher bin weilo irgendwann noch ein Waray-Sprachkurs ansteht. Mit Englisch kommt man aber auf jeden Fall erstaunlich gut klar. Bin schon sehr aufgeregt was meine Stelle angeht, freu mich immer ueber Emailsund Kommentare hier auf der Seite. Liebste Gruesse nach Deutschland

Die Dilder sind der Blick aus unserer Pension in Tacloban und ich auf einem Tricycle;)

Montag, 7. September 2009

in doha

liebe leser,
also ich sitze jetzt grade in doha, kathar im flughafen und warte hier mit den anderen freiwilligen auf meinen weiterflug nach cebu, philippinen. bisher verlief die reise quasi reibungslos, nur ein paar kleine turbulenzen über der türkei;). um 01:40 unsere zeit (1 std. zeitverschiebung) gehts dann weiter noch mal 11 stunden. meld mich wieder wenn ich da bin und internet habe,
liebe grüße

Donnerstag, 27. August 2009

endlich auch nen eigenen blog...

also dann, meine abreise steht jetzt fast unmittelbar bevor, noch 10 tage dann bin ich weg... aber die Hauptsache ist, dass hier endlich mal was steht, das diese gähnende Leere verdrängt. Freu mich immer über emails oder auch mal ein Skype-Telefonat, meld mich wieder wenn ich da bin.